Startseite » Allgemein » Welcome To Nebraska
Sep
30

Welcome To Nebraska

Begeistert von der Namensgleichheit bat John Hamm (links im Bild) Lisa Wiedemann bei einer der „farm shows“, der großen Landwirtschaftsausstellungen in den USA, um ein gemeinsames Foto.

Begeistert von der Namensgleichheit bat John Hamm (links im Bild) Lisa Wiedemann bei einer der „farm shows“, der großen Landwirtschaftsausstellungen in den USA, um ein gemeinsames Foto.

… mit diesen Worten wurde ich an meinem ersten Praktikumstagbei Claas herzlich empfangen. Nach monatelanger Vorbereitung, die sowohl die Bewerbung, ein Telefoninterview auf Englisch als auch die Beantragung des benötigten J1-Visums beinhaltete, war ich endlich angekommen – in Omaha, Nebraska, einer Stadt in den Weiten der vereinigten Staaten.

Zuerst sollte ich wohl die Frage klären, wer ich eigentlich bin.

Mein Name ist Lisa und ich bin Studentin im fünften Semester des Studienganges Technisches Management und Marketing an der HSHL. Die Frage, ob ich das fünfte Semester an einer Universität im Ausland oder in einem Unternehmen verbringen möchte, war schnell geklärt. Ich wollte die Chance nutzen, mein theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen anzureichern.

 

Aus Liebe zum Unternehmen

Doch wie bin ich eigentlich zu CLAAS gekommen? Im vorherigen Jahr verbrachte ich meine Semesterferien bei dem Tochterunternehmen CLAAS Parts in Hamm Uentrop, um mein Portemonnaie für kommende Reisen zu füllen. Diese Zeit brachte nicht nur die erwartete Finanzspritze, sondern weckte zugleich auch ein wenig die so genannte „Liebe zum Unternehmen“ in mir. Schnell stand für mich fest: Mein Praxissemester werde ich bei genau dieser Firma verbringen! Aber was machen die eigentlich?

 

CLAAS ist ein im Jahre 1913 gegründetes Familienunternehmen und einer der weltweit führenden Hersteller von Landtechnik. Zwar befindet sich der Hauptsitz in Harsewinkel, die Firma ist aber international aufgestellt. Da in der Praxisphase für mich nicht nur das Erwerben von zweckdienlichen Kenntnissen eine Rolle spielt, sondern vor allem die Erweiterung meiner englischen Sprachkenntnisse, stand für mich fest: Auf geht’s nach Omaha, Nebraska!

 

Die USA ganz neu erleben

Der Tag der Abreise rückte schnell näher und plötzlich stand er direkt vor der Tür – der Abschied von Freunden und Familie. Los ging es vom Frankfurter Flughafen: Auf ins Abenteuer! Angekommen am Eppley Airfield in Omaha, holten mich zwei Praktikantinnen ab, die bereits einige Monate hier waren. Sie machten einen fröhlichen Eindruck und versicherten mir, dass eine unvergessliche Zeit vor mir liegen würde. Und tatsächlich: Obwohl Omaha in einer Region liegt, die ländlicher nicht sein könnte, wurde ich bisher nicht enttäuscht.

Es ist nicht mein erster Aufenthalt in den Vereinigten Staaten, aber das erste Mal, dass ich den Alltag und das Berufsleben hiermiterleben darf. Sie haben viel Geduld und sind stets freundlich; auch wenn die Einarbeitung auf Grund der Sprache nicht immer leicht ist. Sie sind allgemein sehr locker und verzeihen es einem schnell, wenn man für eine Aufgabe etwas länger braucht.

 

Mähdrescher für eine halbe Million Dollar

Lisa Wiedemann in Nebraska.

Lisa Wiedemann in Nebraska.

Mein Praktikum verbringe ich in der Marketing-Abteilung, d.h. die Pflege der Website, die Kundenbetreuung, als auch die Vertretung der Firma auf Messen gehören zu meinem Aufgabenbereich. Der letzte Punkt ermöglicht es mir, viel vom Land zu sehen da momentan die Zeit der „Farm Shows“ ist. Auf einer Farm Show stellen sich alle großen Landtechnikunternehmen vor und zeigen ihre Neuheiten und Entwicklungen. In der Regel dauern diese Veranstaltungen drei bis fünf Tage. Sie finden meistens draußen statt, weil alle Firmen gleich mehrere Maschinen, wie z.B. Mähdrescher oder Traktoren, mitbringen. Da wird schon einiges an Platz benötigt! Bei gutem Wetter finden außerdem auch Maschinenvorführungen statt: Denn wer kauft schon einen Mähdrescher für $450.000, wenn er ihn vorher noch nie in Aktion gesehen hat?!

 

Hamm verbindet

Auf einer dieser Farm Shows lernte ich auch einen jungen Mann kennen, dessen Name John Hamm ist. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten haben, klärte ich ihn auf, dass sein Nachname denselben Namen trägt wie die Stadt, in der ich studiere und wohne. Er konnte sein Glück kaum fassen und bestand darauf ein Bild mit mir zu machen; um die Freude perfekt zu machen, nahmen wir die Flagge der HSHL mit aufs Bild.

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick geben konnte, wie und wo ich meinen ersten Monat des Praxissemesters verbracht habe. Fortsetzung folgt…

 

Liebe Grüße aus Omaha – The Middle Of Nowhere

Lisa

Antworten

*
css.php