Ganz so lange haelt man es nicht bei ueber 40 Grad draussen aus, wenn man sich nicht im Meer etwas “abkuehlen” kann. Trotzdem habe ich mich mal aufgemacht und mir Dubai auch von seiner traditionellen Seite angeschaut um zu erfahren, wie die Menschen hier vor dem grossen Boom gelebt haben.
Dubai besteht aus einem modernen und aus einem historischen Teil. Entlang des Dubai Creek, einem 12km langen Meeresarm, den man mit offen Holzboten, Faehren oder dem Wassertaxi ueberqueren kann, gibt es viele Gebauede und Orte, die zeigen, wie die Familien gelebt haben, wie die Schulen aussahen oder wie am Creek gehandelt wurde. Dort hat man auch eine wunderschoene Aussicht auf die auffaellig designten Hochhaueser. 
Im Stadtteil Bur Dubai liegt das alte Bastakiya-Viertel suedwestlich des Creeks. Dort began im 18. Jahrhundert die Geschichte des Emirats. Auch heute kann man noch die historischen Windturmhaeuser dicht aneinander gedraengt in kleinen Gassen besichtigen. Die Haeuser wurden alle restauriert und beherbergen oftmals Hotels, Restaurants, Cafes und Geschaefte. Das Bastakiya-Viertel besteht aus ca. 50 Haeusern, dessen Windtuerme den kuehlen Wind ins innere des Hauses leiten. Quasi eine Klimaanlage ohne Strom.
Ganz in der Naehe liegt der Bur Dubai Souk, den man durch zwei alte Holztore betritt. In der langen Soukgasse, in der vorallem in den Abendstunden gehandelt wird, werden vorallem Seidenstoffe aus China und Indien verkauft. Als ich die Souk besuchte, wurde ich von vielen Haendlern in deren Geschaeft eingeladen, was ich aber dankend ablehnte
Weiter auf meiner Tour passierte ich das Dubai Museum, was ich mir aber noch nicht angeschaut habe. Dort werden vorallem Kunsthandwerk, Werkzeuge und Boote ausgestellt.
Die Heritage und Diving Village, im Norden des Creeks, beherbergt kleine Gallerien und kulinarische Spezialitaeten in Lehmhaeusern.
Wenn man dann am Creek weiterentlanggeht, und einem das Wasser schon am Ruecken herunter laeuft, gelangt man zum Sheikh Saeed Al Maktoum House. Ein Palast des Grossvaters des jetzigen Emirs, der auch als Gruender des modernen Dubai gilt. Saeed lebte in dieser zweigeschoessigen Anlage bestehend aus 30 Raeumen mit den sechs Familien seines Clans.
Auf der anderen Seite des Creeks liegen die Souks von Deira. In den kleinen Gassen reiht sich ein Geschaeft nach dem anderen. Dort haben die Maenner mit den Karren voll mit Waren auf den Strassen immer Vorrang, sodass es
mich fast eine halbe Stunde gekostet hat, bis ich dort einen Parkplatz gefunden habe. Hier werden vorwiegend Gewuerze, Gold, Elektronikartikel und Bekleidung verkauft.
Mich hat es bei meinem Besuch in die Al-Ahmadiya School und dem Heritage House verschlagen. Die Schule aus dem Jahr 1912 war zuerst nur fuer erwachsene Maenner vorgesehen. Spaeter konnten auch die Soehne der herrschenden Familien und reiche Handelsleute unterrichtet werden. Heute ist die Schule, die aus Arkadengaengen, Boegen, Innenhoefen und 7m hohen Windtuermen besteht, auch oeffentlich zugaenglich.
Das Heritage Haus gleich nebenan ist ein Museum und gibt einen Einblick in das buergerliche Leben von damals. Vom Innenhof gelangt man in die mit Koranversen und Waffen geschmuekcten Versammlungsraeume der Maenner. Die wenig moeblierten Raeume sind recht funktionell ausgestattet mit einigen persoenlichen Besitztuemern. Mein Besuch hat auch dort wieder gezeigt, dass die Tueren eher fuer Menschen kleiner als 1,80m gedacht waren 
Ich kann nur jedem empfehlen, sich diesen Teil von Dubai mal anzusehen und das arabische Essen und die Tees und Cafes zu probieren.