Seit fast zwei Wochen, genauer gesagt seit dem 1. August, ist Ramadan – der heilige Monat der Muslime. Das ist die Fastenzeit und das bedeutet, dass jeder, ob Muslime oder kein Muslime, von Sonnenaufgang (ca. 5 Uhr morgens) bis Sonnenuntergang (ca. 7 Uhr abends) in der Oeffentlichkeit nicht essen, trinken und rauchen darf. Das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang nennt man Iftar. Zu diesem Zeitpunkt fuellen sich die Strassen und in den Restaurants gibt es extra Iftar-Buffets, bei denen typisches arabisches Essen fuer ca. 150 Dirhams, umgerechnet 30 Euro, angeboten werden. Sobald der Ruf des Muezzins (ruft die Muslime zum Gebet auf) zum Sonnenuntergang ertönt, treffen sich die Muslime mit Familien und Freunden und essen und trinken ueppig. Da tagsueber gefastet wird, ist es ziemlich ruhig auf den Strassen. Daher findet das Leben hier in Dubai momentan abends statt.
Der Ramadan ist einer der 5 im koran verankerten Pflichten dargestellt als Saeulen:
1. Den Glauben an die Einheit Allahs und das Ablegen des Bekenntnisses zu diesem Glauben
2. Die fünf täglichen Gebete
3. Die Wohltätigkeit gegenüber den Mitmenschen
4. Das Fasten während des Ramadan
5. Die Pilgerfahrt nach Mekka
Ramadan ist der 9. Monat des islamischen Mondkalenders und endet mit dem Fest des Fastenbrechens Ende August (ca. 30. August). Da sich die islamische Zeitrechnung nach dem Mondjahr richtet, ist das Jahr 10 bis 11 Tage kuerzer als unseres.
Das Fasten hoert sich am Anfang etwas erschreckend an und ich war auch etwas gespannt auf das, was mich erwarten wuerde, aber es hat sich fuer mich nicht allzu viel veraendert – ausser, dass ich im August nur bis 3 Uhr arbeiten muss
Ausserdem duerfen wir im Buero essen und trinken. Dies natuerlich nicht vor unseren 2 Arbeitskollegen, die in diesem Monat fasten. Auch im Strandpark, wo sich hauptsaechlich Touristen aufhalten, wird gegessen und getrunken. Allerdings haben tagsueber keine Restaurants und Cafes auf, daher muss man sich zu Hause gut versorgen. Dafuer haben die festlich geschmueckten Malls laenger auf und auch die (Strand-) Parks, Restaurants udn Cafes haben laengere Oeffnungszeiten.
Als ich vergangenen Montag auf dem Weg zur Mercato Mall war (es war kurz vor 7, also zum Zeitpunkt des Fastenbrechens), wurden auf den Strassen kleine Ramadan Geschenke verteilt. Auch ich habe eins bekommen, was mich sehr gefreut hat. Darin waren Datteln, Wasser und Orangensaft.
Ein weiterer Vorteil des Fastenmonats fuer mich ist, dass es momentan nicht viele Touristen im Hotel gibt und ich so den Pool oft fuer mich alleine habe.
Der Abschluss des Fastenmonats, das Fest des Fastenbrechens (Id al-Fitr), wird im Anschluss an die 30-taegige Fastenzeit gefeiert. Dies bedeutet, dass ich 3 Tage Urlaub habe