Apr
01

Als ich das erste Mal in Hollywood war und die vielen Sterne der Schauspieler, Musiker und anderen Künstler gesehen habe, konnte ich beim Gehen meinen Kopf kaum noch hochhalten. Außerdem musste ich jeden Stern fotografieren, bei dem ich den Namen der Person kannte. Der Walk of Fame erstreckt sich über 18 Blocks. Ich denke die Hälfte habe ich bereits geschafft.

Zweimal im Monat bekommt ein Künstler seinen neuen Stern. Am letzten Freitag war es Dennis Hopper, der um 11:30 Uhr seinen Stern enthüllen durfte. Am Montag, den 12. April, darf Russell Crowe (“Gladiator”, “A Beautiful Mind”, “L.A. Confidential”) seinen Namen auf dem Walk of Fame verewigen. Dies wird dann der 2404. Sterne sein.

Aber nicht nur die Sterne sind auf dem Walk of Fame zu betrachten. Viele Personen verkleiden sich als Schauspieler und machen mit dir Fotos. Da denkt man wirklich manchmal, dort steht die echte Figur. Am beliebtesten sind momentan Johnny Depp aus Alice in Wonderland und der Joker aus The Dark Knight.

Ich hoffe und denke, dass ich noch öfters nach Hollywood fahren werde, denn es ist quasi um die Ecke – vergleichbar mit der Entfernung Erwitte und Lippstadt.

Mrz
28

Unglaubliche Berge und wunderschöne Ausblicke – der Grand Canyon zählt zu den großen Naturwundern auf der Erde. Die Berge sehen so riesig aus und die Täler sind unendlich tief. Im Grand Canyon herrscht eine besondere, beruhigende Atmosphäre. Kaum einer spricht, denn alle genießen diesen Ausblick von rotbraunen Felsen und den strahlendblauem Himmel.

Unsere Las Vegas Tour beinhaltete einen Ausflug zum Grand Canyon. Nach mehreren Stunden Fahrt durch die Wüste kamen wir in Arizona, dem Bundesstaat neben Kalifornien, an. Dort befindet sich der Grand Canyon, eine 450km lange Schlucht.

Wir machten mit einem Bus an verschiedenen Orten Halt. Einer dieser Punkte war am Grand Canyon Skywalk, eine über den Rand des Canyons hinausragende Plattform aus Stahlträgern mit aufgelegten gläsernen Bodenplatten und gläsernem Geländer. Diese Skywalk wurde von den Walapai-Indianer 2007 errichtet. Die Indianer sind wirklich sehr freundlich dort und machen sogar Fotos von dir.

Anschließend fuhren wir zum zu einer Stelle, von der wir den Colorado River sehr gut sehen konnten. Von oben sieht er grün aus, aber wenn man ganz nah herangeht, sieht man, dass er doch klar ist.

Am Ende unseres Ausfluges haben wir in einem kleinen Restaurant gegessen. An einem klippenähnlichen Platz habe ich mich mit den 8 anderen Mädels hingesetzt, die Berge und den weiten Himmel beobachtet und einfach den Moment genossen.

Mrz
24

Las Vegas Teil I

Wassershow $8 ist der stolze Betrag, den ich im Casino des Hotels New York New York gewonnen habe, ohne zu wissen wie man eine Slotmaschine bedient. Mit einem Einsatz von nur $1 war das für mich als Anfängerin ein sehr guter Anfang.

Am Samstagmorgen bin ich mit 8 anderen Mädels, die ich durch eine Bekannte hier aus LA kennengelernt habe, nach Las Vegas gefahren. Unsere Bustour dauerte ca. 7 Stunden mit mehreren Pausen. Raus aus der großen Stadt Los Angeles, fuhren wir durch die Wüste. Rechts und links gab es nichts außer ausgetrocknete Sträucher und Sand. Ab und zu stand auch mal ein Wohnwagen einsam am Straßenrand. Der Unterschied zwischen Los Angeles und dieser Strecke war wie Tag und Nacht. Aber genauso habe ich es mir vorgestellt.

Angekommen im Zentrum von Las Vegas, dort wo die ganzen Casinos sind, sah es genauso aus wie im Film „Hangover“ oder auch „Ocean´s 11“. Überall ragten riesengroße Hotels mit ihren pompösen Lichtern in den Himmel. Eigentlich hatten wir bei einem Preis von $100 für 3 Tage mit einem kleinen, abgelegenen Hostel gerechnet. Zu unserer Überraschung landeten wir im „Stratosphere“, was auf seinem Dach eine Art Achterbahn hat.

Nach dem Einchecken, auf dem Weg zu den Zimmern im 17. Stock, habe ich mein erstes Casino in Las Vegas gesehen und ich war beeindruckt. Es ist wirklich genauso, wie es in den meisten Kinofilmen gezeigt wird. Unendlich viele Slotmaschinen, Pokertische, Roulettespiele usw. Wir neun deutschen Mädels kamen aus dem Staunen kaum noch heraus.

Am Abend wurden wir in das legendäre MGM Hotel zum Buffet eingeladen, da eines der Mädchen durch Verwandte den Besitzer kannte. Das Essen und vor allem der Nachtisch waren so lecker, dass ich vier mal gehen musste. Anschließend ging es dann in das Casino vom MGM und nach New York New York. Jedes Hotel und Casino hat das andere durch Lichter und Größe wieder übertroffen.

Nach der Hotel- und Casino- Tour haben wir uns dann noch die bekannte Fontänenshow des Bellagio angeschaut. Diese ist wirklich umwerfend. Durch die Hintergrundmusik denkt man gleich, man ist im Paradies.

Auf unserem Rückweg zum Hotel kam uns dann eine Braut entgegen. Das Heiraten ist hier wirklich einfach. Mit einer Gebühr von nur $40 und einem 24h Service kann fast jeder hier heiraten.

Mrz
20

Essen & Trinken

Wenn jemand behauptet, dass das beste Eis kommt aus Italien, dann würde ich gleich widersprechen, denn seitdem ich das erste Mal bei Coldstone war, bin ich süchtig geworden. Zum Glück gibt es auch ein Coldstone 20 Minuten von mir entfernt. Da verbrenne ich die Kalorien gleich wieder durch das Laufen. Es gibt aber nicht nur Eisdielen hier, sondern auch sehr viele Yoghurtlands oder Starbucks und The Coffee Bean Läden. Und das alle schmeckt sooooo gut. Aber auch die ganzen Restaurants und Bars sind klasse.

Hier in Los Angeles ist jedes Restaurant mit einem Buchstaben von A bis C markiert. A ist sehr gut und C sehr schlecht. Die meisten Restaurants haben aber ein A. An jeder Ecke gibt es fünf verschiede Restaurants aus fünf verschiedenen Ländern. Oft ist es die chinesische, italienische oder mexikanische Küche. Außerdem steht vor fast jedem Restaurant eine Person, die dein Auto entgegennimmt und für dich einparkt.

Wenn man sich dann in eines der Restaurants setzt, bekommt man zu Beginn immer etwas Brot und Aufstrich. Das ist eine gute Idee, die ich in Deutschland sehr begrüßen würde. Nicht in allen Restaurants, sondern eher in den Fast Food Ketten, werden zudem alle Getränke kostenlos aufgefüllt und das Wasser ist immer umsonst. Außerdem kann man sich sein Essen, wenn man nicht alles geschafft hat, einpacken lassen. Ich liebe es hier Essen zu gehen, denn man wird immer sehr freundlich behandelt und es schmeckt immer sehr gut. Ich bin jetzt ein richtiger Sushi Fan geworden, obwohl ich immer noch mit den Stäbchen kämpfe.

Wenn wir in einer Gruppe unterwegs sind, dann teilen wir uns meist die Gesamtsumme. Beim Trinkgeld rechnet man ca. 10 % drauf, aber oft steht schon auf dem Bon wie viel Trinkgeld man bei welchem Betrag zahlt.

Ich habe sogar die legendäre Shrimpsfirma “Bubba Gump” aus dem Film “Forest Gump” gesehen und werde Sie in den nächsten Tagen sicherlich ausprobieren.

Mrz
17

Es gibt  sehr schöne Ecken hier in Los Angeles und das interessante dabei ist, dass man an einer Stelle einen blauen Himmel und Sonne hat und wenn man sich umdreht die Berge mit ihren weißen Spitzen sieht.

Am Sonntag bin ich mit Frederique, Laure, Bart, und Carina zum Griffith Observatory nach Hollywood gefahren. Dort oben auf dem Berg nahe dem Hollywoodzeichen hat man eine wunderschöne Aussicht über Los Angeles. Am faszinierendsten finde ich Downtown. Dort stehen die ganzen Wolkenkratzer und ragen über LA. Der Ausblick beim Griffith Observatory ist einmalig, denn der ganze Trubel aus der Stadt wird durch die bergige Landschaft und dem riesigen Griffith Park  übertroffen.

Überwältigt von dem Ausblick, sind wir abends zum Strand von Santa Monica gefahren, um den Tag ausklingen zu lassen. Das Wetter war sehr gut und wir konnten Barfuß durch den Strand laufen und den Sonnenuntergang beobachten. Diese Sicht über den Pazifik und die ganze Atmosphäre am Strand mit einer kleinen Musikkappelle und den ganzen Menschen ist unbeschreiblich schön.

Mrz
13

Mein Praktikumsalltag

Seit 3 Wochen läuft nun schon mein Praktikum und es gefällt mir mehr und mehr.Ich komme mit so vielen Menschen in Kontakt, sei es über Wirtschaftsanlässe, über Anrufe oder über Besuche im Konsulat.

Meine Hauptaufgaben sind Angelegenheiten zur doppelten Staatsangehörigkeit (deutsch, amerikanisch). Täglich bekomme ich Anrufe von Deutschen, die in Amerika wohnen. Sie freuen sich immer, wenn sie hören, dass ich hier für ein Praktikum bin und geben mir oft Tipps für schöne Ausflüge.

Ein normaler Arbeitstag beginnt bei mir um 08:00 Uhr. Nachdem ich mir einen Kaffee geholt habe, kontrolliere ich zuallererst meine Emails. Dann fang ich auch gleich schon an zu telefonieren oder Akten zu prüfen. Ein bis zweimal die Woche stehen bestimmte Anlässe an. Darauf freu ich mich immer am meisten, da man neben gutem Essen, sehr viele Menschen trifft. Letzte Woche erst war ein Treffen mit anderen Konsuln aus Amerika. Nach einem sehr guten 3-Gänge Abendessen bei unserem Konsul, wurden am nächsten Tag in einem ganztägigen Meeting über aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik und Kultur gesprochen. Für mich war es mein erstes großes Meeting mit sehr wichtigen Menschen. Dabei sein zu können ist für mich als Praktikantin immer etwas ganz besonderes.

Eine andere Veranstaltung habe ich am Donnerstag besucht. Dort hat eine High School deutsche Gedichte von den Studenten vortragen lassen. Es klingt zwar manchmal komisch, wenn Amerikaner Wörter wie „Liebeslied“ oder „Morgenstern“ aussprechen, aber es gab viele gute Vorträger und ich konnte alles verstehen.

Wenn ich dann nach solchen Anlässen oder der Mittagspause in mein Büro zurückkehre, schaue ich in mein Postfach, wo auch immer Arbeit für mich liegt. Dieses Postfach ist ein Regal, wo jeder Mitarbeiter sein eigenes Fach hat. Jeder Angestellte beim Konsulat hat auch sein eigenes Büro. Ich sitze jedoch mit einem anderen Kollegen zusammen, sodass ich immer einen Gesprächspartner habe. Meine Aussicht ist zudem wunderschön. Ich schaue direkt auf Beverly Hills. So macht die Abreit  gleich doppelt Spaß.

Wie ich schon in einigen vorherigen Berichten erzählt habe, ist die amerikanische Arbeitsweise anders als die Deutsche. Viele Dinge werden viel ruhiger und entspannter angegangen. Es gibt niemanden der gestresst durch das Büro läuft oder vor lauter Akten die Tür nicht mehr sieht. Natürlich gibt es Zeiten, in denen viel zu tun ist, wie zum Beispiel bei Vorbereitungen für Besuche von Politikern. Niemand sagt mir aber, dass ich das so oder so machen soll oder dass ich das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig haben muss. Meine Aufgaben erledige daher selbstständig. Ich kann mich aber jederzeit an meine Kollegen wenden, die mich immer gerne unterstützen. Das ist wirklich ganz locker bei uns.

Um 16:00 Uhr schalte ich dann den PC aus. Meistens treffe ich dann noch Arbeitskollegen auf dem Flur und wir unterhalten uns oder planen das Wochenende. Auf jeden Fall bin ich gespannt darauf, was mich in den nächsten fünf Wochen noch alles erwartet – sowohl bei der Arbeit als auch privat.