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Artikel-Schlagworte: „Tätigkeiten“

Mrz
13

Seit 3 Wochen läuft nun schon mein Praktikum und es gefällt mir mehr und mehr.Ich komme mit so vielen Menschen in Kontakt, sei es über Wirtschaftsanlässe, über Anrufe oder über Besuche im Konsulat.

Meine Hauptaufgaben sind Angelegenheiten zur doppelten Staatsangehörigkeit (deutsch, amerikanisch). Täglich bekomme ich Anrufe von Deutschen, die in Amerika wohnen. Sie freuen sich immer, wenn sie hören, dass ich hier für ein Praktikum bin und geben mir oft Tipps für schöne Ausflüge.

Ein normaler Arbeitstag beginnt bei mir um 08:00 Uhr. Nachdem ich mir einen Kaffee geholt habe, kontrolliere ich zuallererst meine Emails. Dann fang ich auch gleich schon an zu telefonieren oder Akten zu prüfen. Ein bis zweimal die Woche stehen bestimmte Anlässe an. Darauf freu ich mich immer am meisten, da man neben gutem Essen, sehr viele Menschen trifft. Letzte Woche erst war ein Treffen mit anderen Konsuln aus Amerika. Nach einem sehr guten 3-Gänge Abendessen bei unserem Konsul, wurden am nächsten Tag in einem ganztägigen Meeting über aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik und Kultur gesprochen. Für mich war es mein erstes großes Meeting mit sehr wichtigen Menschen. Dabei sein zu können ist für mich als Praktikantin immer etwas ganz besonderes.

Eine andere Veranstaltung habe ich am Donnerstag besucht. Dort hat eine High School deutsche Gedichte von den Studenten vortragen lassen. Es klingt zwar manchmal komisch, wenn Amerikaner Wörter wie „Liebeslied“ oder „Morgenstern“ aussprechen, aber es gab viele gute Vorträger und ich konnte alles verstehen.

Wenn ich dann nach solchen Anlässen oder der Mittagspause in mein Büro zurückkehre, schaue ich in mein Postfach, wo auch immer Arbeit für mich liegt. Dieses Postfach ist ein Regal, wo jeder Mitarbeiter sein eigenes Fach hat. Jeder Angestellte beim Konsulat hat auch sein eigenes Büro. Ich sitze jedoch mit einem anderen Kollegen zusammen, sodass ich immer einen Gesprächspartner habe. Meine Aussicht ist zudem wunderschön. Ich schaue direkt auf Beverly Hills. So macht die Abreit  gleich doppelt Spaß.

Wie ich schon in einigen vorherigen Berichten erzählt habe, ist die amerikanische Arbeitsweise anders als die Deutsche. Viele Dinge werden viel ruhiger und entspannter angegangen. Es gibt niemanden der gestresst durch das Büro läuft oder vor lauter Akten die Tür nicht mehr sieht. Natürlich gibt es Zeiten, in denen viel zu tun ist, wie zum Beispiel bei Vorbereitungen für Besuche von Politikern. Niemand sagt mir aber, dass ich das so oder so machen soll oder dass ich das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig haben muss. Meine Aufgaben erledige daher selbstständig. Ich kann mich aber jederzeit an meine Kollegen wenden, die mich immer gerne unterstützen. Das ist wirklich ganz locker bei uns.

Um 16:00 Uhr schalte ich dann den PC aus. Meistens treffe ich dann noch Arbeitskollegen auf dem Flur und wir unterhalten uns oder planen das Wochenende. Auf jeden Fall bin ich gespannt darauf, was mich in den nächsten fünf Wochen noch alles erwartet – sowohl bei der Arbeit als auch privat.

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