Startseite » Allgemein » Von Cooktown durch die Tablelands bis Darwin
Jul
15

Auf der Fahrt durchs Inland bis Cooktown konnten wir einen ersten kleinen Eindruck vom Australischen Outback gewinnen. Rote Erde, trockene Baueme und viele kleine Termitenhuegel bestimmten den Weg.  Aufpassen mussten wir auf die vielen dort freilaufenden Rinder, die oftmals dicht am Strassenrand standen oder versuchten die Strasse zu ueberqueren. Ein Highlight kurz vor der Stadt waren die Black Mountains (Schwarzes Vulkangestein welches Quaderfoermig verwittert) die uns von einem Outlook einen spektakulaeren Anblick boten. In Cooktown selbst wo einst Cpt. James Cook an Land ging besuchten wir den aeltesten Botanischen Garten Australiens von dem aus wir ueber einen verwilderten Pfad die Finsch Bay erreichten. An der Bay bestimmten grosse Findlinge das Bild diese luden zum Klettern und Fotos schiessen ein. Nach einem anstrengenden 2,5 Std. Aufstieg auf den Mount Cook verdarb uns der Regen leider die Sicht auf Stadt und Meer. Die Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz der Visitor Information wo sich nach und nach mehr Backpacker mit Campern einfanden. Vom Leuchtturm der Stadt auf dem Grassy Hill hatten wir dann einen weiten Blick ueber Cooktown und den Endavour River bis Zum Great Barrier Reef.

Von der Stadt haetten wir uns etwas mehr erwartet, also fuhren wir weiter in das Hinterland der Ostkueste die sog. Tablelands. Mit ihren 3 grossen Seen sind sie ein wahres Anglerparadies. Unser erstes Ziel war der Lake Eacham der wir auf einem 3 Km Wanderweg umrundeten. Im klaren Wasser konnten wir Schildkroeten und allerei Fischarten beobachten von einem Bad in den Seen hielt uns nur das nasskalte Wetter ab. Zu diesem Naturschutzgebiet gehoert auch eine ueber 500 Jahre alte sog. „Cathedral Fig“ ein Baum der aus mehreren Baeumen im laufe von hunderten Jahren zusammengewachsen ist. Dessen erhabener Anblick tatsaechlich an ein Gewoelbe erinnert. Wir finden diese Baeume haetten auch gut in den Film der Herr der Ringe gepasst!! Baumbart ist nichts dagegen. An einer ueberdachten Infotafel konnten wir ein Schlafendes Baumkaengeru entdecken ein Maabi.

Der anhaltende Regen hielt uns davon ab auch noch den angrenzenden aehnlichen Lake Barrine auf einem Walking Track zu umrunden. Die Nacht verbrachten wir am Lake Tianarro dem groessten der 3 Seen der als Barramundi Heaven gilt. Leider die falsche Jahereszeit zum angeln „Barras“ moegen warmes Wasser. Der Stausee besitzt einige schoene Campingplaetze die nur ueber eine nicht asphaltierte Strasse zu erreichen sind. Der Regen der letzten Tage hatte den „Waldweg“ in eine Schlammpiste verwandelt doch wir schafften auch ohne Allrad die Umrundung des Sees und wurden mit schoenen Aussichten auf den See und einem kurzem Walking Track durch den Wald belohnt.

Um uns auf die Fahrt durchs Outback vorzubereiten fuhren wir zurueck zur Kueste nach Innesfail, dort kauften wir Wasser und Proviant fuer mehrere Tage ein. Auf dem Weg Richtung Outback fuhren wir wieder in die Tablelands, die Milla Milla Falls eine Ansammlung von mehrstufigen Wasserfaellen wollten wir noch sehen. Regen und kalte temperaturen liessen aber nur Schnappschuesse zu. Langsam begannen wir uns auf das trockene Klima des Outbacks zu freuen. Nach mehreren hundert Km riss die Wolkendeck und die Landschaft veraenderte sich. Viel roter Staub (durch oxidierende Haematit Partickelchen eingefaerbt), trockene kleine Buesche und kahl ausehende Baeume saeumten nun den Weg. Warnschilder wiesen auf Roadtrains hin, die bis zu 50 m langen LKW Zuege donnern unhauhaltsam ueber die Strassen. 300 m Bremsweg und mehr bei einer Vollbremsung. Besser man geht ihnen aus dem Weg. Artig gruessten wir und fuhren an den Strassenrand um ihnen Platz zu machen. Herrliche Fotomotive sind sie dennoch, grade so wie aus den Mad Max Filmen entsprungen.  Neben den RT`s  sehen wir eine interessante Tierwelt. Riesige Adler die sich an den Roadkills laben, eine meterlange Eidechse, Schlangen und natuerlich Kangerus. Die Nacht verbringen wir an einer Rest Area namens Planet Earth Adventures dort wird auch eine Schlangenshow angeboten die wir allerdings knapp verpassten, die zahlreichen Giftschlangen und die 5m Python durften wir trotzdem sehen. Dazu bekamen wir wichtige Tipps und Verhaltensregeln im Falle eines Schlangenbisses mit auf den Weg. Beruhigt schliefen wir ein.

Auf dem Weg nach Mt. Isa verbrachten eine Weitere Nacht im Outback an einer Restarea schnell lernten wir andere Camper kennen. Abends am Feuer (Buschtelevision) erfuhren wir von den Australiern viel ueber unsere weiteren Ziele. Der zusammenhalt unter gleichgesinnten (Travelern) ist gross, dass spueren wir auf der Strasse und an den Rastplaetzen jeder gruesst jeden und Abends sitzen wir oft mit Leuten zusammen und tauschen Erfahrungen aus. In Mt. Isa gab es fuer uns nicht viel zu sehen wir wollten dort nur Uebernachten und Vorraete aufstocken. Eine darauffolgende Nacht verbrachten wir wieder im Outback. der Sonnenuntergang und der darrauffolgende Sternenhimmel uebertrafen alles bisherige. Sterne zum greifen nahe. Ein Satelit, Sternschnuppen und die Milchstrasse waren gut zu erkennen.

Auf dem Weg nach Katherine machten wir halt in Materanka. Der Ort ist fuer seine heissen Thermalquellen bekannt. Bevor wir baden gingen schauten wir noch bei einer Barramundi Fuetterung vorbei. Die grossen Fische zeigten Eindrucksvoll warum jeder in Australien einmal einen fangen moechte. Die Naturbelassenenen Thermalquellen Bittersprings, (aufgrund ihres hohen Kalkgehaltes im Geschmack bitter und Glasklar) luden uns zum relaxen und schnorcheln ein. Schildkroeten und allerlei Fischarten konnten in dem 30 Grad warmen Wasser entdecken. Die Nacht verbrachten wir in Katherine der drittgroessten Stadt im Outback. Dort lernten wir auf einem Campingplatz einige Leute kennen mit denen wir nachts noch in den nahegelegenen Hot Thermalpools schwimmen gingen. Den Tag darauf verbrachten wir im Katherine Gorge Nat. Park der aus 13 Schluchten besteht welche durch den Katherine River entstanden sind. Von den unzaehligen verschiedenen Tracks suchten wir uns den 8,6 Km langen Butterfly Gorge Walk aus. Dieser brachte uns ueber steile Wege und Schluchten zu einem schoenen Punkt am Wasser zum klettern und staunen. Abends fuhren wir noch weiter auf eine Busch Rest Aera kurz vor dem Kakadu Nat. Park.

Als erstes sahen wir uns eine Aboriginal Art Gallary im Park an, die etwas ueber das Leben und die Kultur der Ureinwohner Aus. zeigte. Von einem Outlook aus gewannen wir einen Eindruck ueber Australiens groessten Nat. Park. Auf einem weiteren Busch Campiniplatz kochten wir unser Essen auf offenem Feuer. Ohne Allrad Fahrzeuge sind einige teile des Parks nicht zugaenglich so beschraenkten wir uns auf die fuer uns moeglichen Walks zu den vielen Aboriginal Rock Art Sites. Das Highlight war eine grosse Felsformation „Ubirr“ wo wir neben vielen Felsmalereien vom Gipfel aus ueber den ganzen Park blicken konnten. Die 2te Nacht wurden wir von Mosquitos ueberfallen. Ohne Insektenschutzmittel wird man nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr in Ruhe gelassen. Es wurde ein langer Abend bis auch die letze Stechmuecke im Camper gekillt war.

Trotz intensiver Bemuehungen konnten wir von den 6000 im Park wild lebenden Krokodilen keines Entdecken. Von unseren Bekannten aus Katherine haben wir von den springenden Krokodilen am Adelaide River erfahren. Schon von weitem Plakate Werbung fuer die Tour. Das grosse Boot verpassten wir zu unserem Glueck knapp so bekamen wir Plaetze auf einem viel kleineren Boot so waren wir noch viel naeher dran. Auf dem Fluss wurden die Tiere mit Fleischbrocken an einem Stock zum Boot gelockt und zum „springen“ animiert. Schon cool zu beobachten wie sie sich an das Boot herranpierschen um dann mit hoher Geschwindigkeit aus dem Wasser zu schiessen.  

Abends erreichten wir dann Australiens Top End Darwin. Da im Moment Hochsaison ist und Ferien sind ist es schwer noch einen Platz auf einem Caravan Park zu bekommen. Wir hatten „Glueck“ und bezahlten viel Geld fuer einen besseren Parkplatz in Airport naehe :(. Am ersten Tag besuchten wir das kostenlose Musseum hier, ausgestellt wurde unter anderem Bilder und Sounds von Sturm Tracy der Darwin in den 70 igern beinahe dem Erdboden gleichmachte. Am Meer hatten wir bei Flut in einer geschuetzten Bucht die Moeglichkeit Fische mit der Hand zu fuettern. Demn Abend verbrachten wir am Hafen wo wir das erste mal Fisch & Chips probierten aus original Barramundi Yammi!! Neben dem Kakadu Nat. Park ist in Darwins naehe auch der Litchfield Nat. Park. Von dem wir nicht viel wussten. Auf dem Weg dorthin loderten Buschfeuer und wir ueberlegen schon umzudrehen. Die Braende sind kontrolliert gelegt um groessere Buschfeuer zu verhindern. 7m hohe Termitenhuegel mit perfekter Nord Sued Ausrichtung verleihen den Termiten hier den Namen Magnetic Termits. Gebaut werden sie so um den Huegel vor der extremen Witterung zu schuetzen. Im Burley Rockhole kuehlten wir uns ab grosse Felsenpools laden zu schwimmen und tauchen ein. Die Nacht verbrachten wir im Nat. Park in der naehe der Rockholes, gegen Abend gingen wir nochmal schwimmen diesmal hatten wir sie fast fuer uns alleine wunderbar !!! Im Park warteten noch 4 verschiedene Wasserfaelle und Walkingtracks, den ganzen Tag verbrachten wir mit Wandern und schwimmen.

Zurueck in Darwin besuchten wir Abends noch den Mindel Beach Sunset Market, bei Sonnenuntergang und Chinese Food am Strand liessen wir den Tag ausklingen.

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