Startseite » Allgemein » Crossing the Red Center: Von Darwin bis Port Augusta
Aug
02

Von Darwin aus gab es fuer uns nur noch eine Strasse auf dem Weg richtung Sueden den Stuart Highway. Auf dem Weg nach Alice Springs machten wir nochmeinal halt in Katherine. Wir uebernachteten im Katherine Gorge National Park wo wir Fledermauese und Kangeruhs in der Naehe des Campingplatztes beobachteten. Die Fledermauese die tagsueber in Bauemen hingen flogen in der Nacht kreuz und quer ueber unsere Koepfe.

In Katherine selbst besuchten wir einen Aboriginal Art Kurs. Neben Feuermachen, Speerwerfen und den typischen Malereien des Volks wurde uns von einem Aborigie aus dem Arnhem Land auch etwas ueber das alltaegliche Leben und die Kultur beigebracht. Abends nahmen wir noch ein Bad in den warmen Bitter Springs in Materanka.

Nun hiess es ersteinmal Autofahren und Strecke machen. Nach 530 Km erreichten wir Tennant Creek, wir passierten kleine Ortschaften wie Three Ways, Daily Waters und Renners Springs. Kleine Oasen, wo wir tankten oder uns ein Eis goennten. Wir uebernachteten an kleinen Rest Areas am Highway. Kurz vor Tennant Creek haetten wir die Devils Peebles besuchen koennen doch da die groessere Ausgabe die Devils Marbels noch vor uns lagen fuhren wir weiter. Tennant Creek selbst hatte nicht viel zu bieten. Am spaeten Nachmittag erreichten wir 120 Km weiter die Devils Marbles. Eine Felsformation die aufgrund von Erosion (Gesteinsverwitterung) runde Formen angenommen hat. Vom Highway aus waren die riesigen Granitbloecke gut zu sehen. Wir hielten an einer kleinen Infotafel wo sich auch ein Dingo sonnte und sahen sie uns aus der Naehe an. Diese Nacht verbrachten wir eingerahmt von den Marbles auf einem kleinen Campground. Abends standen wir mit anderen Reisenden auf den Steinen und sahen zu wie sie beim Sonnenuntergang anfingen zu gluehen.

Kurz vor Alice Springs lernten wir auf einer Rest Area ein nettes Paar aus Holland kennen die uns prombt zum Tee in ihren Camper einluden. In dieser Nacht sanken die Temperaturen erstmals merklich ab um die Null Grad. Zum Glueck waren wir vorgewarnt dass die Naechte um diese Jahreszeit so kalt werden koennen.

In Alice angekommen verschafften wir uns von einem Lookout einen ersten Eindruck von der groessten Stadt im Outback. Eingerahmt von den Mc Donnal Ranges bot Sie einen schoenen Kontrast zu den roten Farben des umliegenden Landes. In der Stadt deckten wir uns mit Vorraeten ein, durchstoeberten mehrere Art Gallerien und fanden 2 schoene Bilder als Erinnerung. Bei einem kostenlosen Didgeridoo Kurs konnten wir das traditionelle Holzblasinstrument einmal selbst testen. Ausser quackenden Toenen brachten wir aber nicht viel hervor. Wir besuchten auch das  Museeum der Royal Flying Doctor Services. Ein Aertzteflugteam das hier im Umkreis von 600 Km um Alice Springs die Medizinische Versorgung der vielen Menschen auf den Outback Farmen, der Aboriginis und auch der Touristen sicherstellt.

Von hier aus fuhren wir am Abend in die West Mc Donnal Ranges die 100 Km neben der Stadt liegen. Wir uebernachteten am Ellery Creek Waterhole auf einem kleinen Buschcampingplatz. Da die umliegenden Ranges lange Schatten warfen war es auch am naechsten Morgen noch lange kuehl. Wir starteten mit einem Walk am Ochrepite Gorge wo ein hoher Aufschluss von Ton zu erkennen war. In Schichten von Weiss, Rot und Ockergelb leuchteten die Tonminerale, das mitnehmen oder Entfernen von Ton ist mit hohen Geldstrafen verbunden da die Farben von den Ureinwohnern fuer Zeremonien und Malereien verwendet werden. Im Anschluss machten wir noch einen Walk im Ormiston Gorge. Der Weg fuehrte uns einen Berg hinauf bis zu einem Outlook von dem aus wir in eine teilweise mit Wasser gefuellte Schlucht blicken konnten. Von dort aus ging es an der Flanke des Berges weiter bis hinunter in die Schlucht. Die Aussicht war einmalig doch der Geruch von totem Fisch hing in der Luft, durch einen chemischen Vorgang sterben jeden Winter alle Fische in dem Gewaesser. Wir wanderten durch das teilweise ausgetrocknete Flussbett zurueck zum Campingplatz wo wir auch unsere Hollaendischen Freunde wiedertrafen. Von Ihnen bekamen wir noch einen guten Tip ueber einen anderen Walk den wir am naechsten Tag machen wollten. Frueh am Morgen gingen wir los. Zwischen Huegeln und Bergen entlang durch Busch und Heideland ging es immer hoeher hinaus, bis auf einen Bergkamm von aus wir einen super Ausblick in einen weit ausdehnenden Talkessel hatten. Stumm und staunend sassen wir auf dem Bergruecken und beobachteten die Adler, die die Aufwinde im Tal nutzten um wie schwerelos zu gleiten.

200 Km weiter bogen wir vom Stuart Highway auf den Lasseter H.W. der uns als erstes zum Kings Canyon National Park fuehrte. Nach Buschcamping, Lagerfeuer und einer kalten Nacht starteten wir am fruehen Morgen zu einem Walk im Kings Canyon. Ein 4 stuendiger Rundweg brachte uns bis an den Rand der Schlucht und zu mehreren Lookouts. Ein Highlight war der sog. Garden of Eden ein permaentes Wasserloch im tiefsten Punkt der Schlucht das besonders im Sommer gern zum schwimmen genutzt wird. Auf dem Bauch schoben wir uns bis an den Rand der Klippen und schauten in die Tiefe.

Nach diesem  Hoehepunkt unserer Reise machten wir uns auf den Weg zum Uluru (Ayers Rock). Wir uebernachteten auf einem kleinen Platz im Busch, von einem Huegel aus sahen wir dann zum ersten mal in weiter Ferne den Uluru im Sonnenuntergang. Nach Lagerfeuer und einer kurzen Nacht, standen wir im Licht der Sterne auf um die ersten beim Sonnenaufgang am Ayers Rock zu sein. Schnell fuellte sich die kleine Plattform von der aus man den besten Blick auf den nun rot leuchtenden Monolith hatte. Auf einem 10 Km langen Weg umrundeten wir den Uluru und sahen die vielen verschiedenen Seiten des Berges. Heilige Staetten der Aboriginies, kleine Wasserloecher, Hoehenmalereinen und verblasste Wasserfaelle. An einer Stelle ist der Ayers Rock mit Hilfe einer Kette zu besteigen, 1,6 Km fuehren steil bergauf bis zum hoechsten Punkt des Felsens. Oben warteten ein Marker der den hoechsten Punkt markiert und gleichzeitig die Rundumsicht erleutert. Der Aufstieg und die Aussicht von dort oben (ca. 700 M) waren ein Absolutes Highlight der bisherigen Reise. Den Sonnenuntergang genossen wir bei einem Glas Wein mit unseren Hollaendischen Freunden von einer Sunsetviewing Area aus. Ein langer Tag ging zu Ende tot mueden fielen wir in unsere Schlafsaecke. Frueh am Morgen warteten die Olgas (Kata Tjuta) auf uns. Diese Felsformation besteht nicht aus Sandstein wie der Uluru sondern aus Konglomeraten (Naturbeton). Wir durchquerten die Olgas auf einem 8 Km Walk mit spektakulaeren Aussichten. Auf dem Weg zurueck zum Stuart Highway bemerkten wir etwas Abseits der Strasse  eine kleine Herde wilder Kamele. Wir hielten am Strassenrand und machten ein paar Fotos von den grossen schoenen Tieren. Als wir ein Stueck weiterfuhren stand ploetzlich eine grosse Herde an und auf der Strassse, in aller Ruhe marschierten Sie ueber die Fahrbahn und liessen sich bereitwillig filmen und fotographieren. So ging ein schoener Tag im Outback zuende.

Unser naechstes Ziel war Coober Pedy die Opal Hauptstadt der Welt. Als dreht sich hier um die Suche nach den schimmernden Steinen. Schon weit vor der Stadt sieht man die vielen hellen Abraum Berge des Sandgesteins. Etwa 90% der Einwohner leben in sog. Dogouts (Ehemalige Schaechte die zu Wohnrauemen umgebaut wurden). Wir besuchten eine Underground Church eine Kirche unter Erde. Auch wir versuchten unser Glueck auf der Suche nach Opalen auf einem ehemaligen Opal Abbaugebiet darf jeder selbst einmal nach den Edelsteinen suchen. Zwar kein Opale aber eine grosse Bandbreite Minerale fanden wir.

Nach so vielen Tagen im Outback sahen wir in Port Augusta erstaml wieder den Ozean. Wir nutzten die Stadt zu einem Tagesausflug in die Flinders Ranges und begaben uns zur Haelfte auf einen alten Aboriginal Dreaming Trail. Uns erster Walk wuehrte uns zu verschiedenen Hoehlen in denen wir alte Malereinen der Natives finden konnten. Ein 2ter Walk am Arkaroo Rock, fuehrte erst durch Buschland spaeter durch Felsiges Bergland zu weiteren Hoehlen und Felsmalereien. Die Flinders Ranges haben wir in Ihren Moeglichkeiten damit zwar nur angekratzt aber wir wollen unsere verbleibenden knapp 3 Wochen an der Kueste mit ihren Nationalparks und den Staedten Melburne und Adelaide verbringen.

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