Startseite » Allgemein » 10 Tage auf Neuseelands Suedinsel
Sep
25

Gut drei Stunden brauchte die Faehre fuer die 96km lange Strecke von Wellington nach Picton auf die Suedinsel. Die Skyline von Wellington hinter uns gleitet die Faehre auf die offene See hinaus. Waehrend wir uns an Bord mit Informationen ueber die Suedinsel eindeckten nahm der Wellengang spuerbar an Staerke zu. Erst in den schuetzenden Gewaessern des Queen Charlotte Sounds beruhigte sich das Wasser wieder. 13km ging die Fahrt durch diesen Meeresarm, der mit seinen gruenen Haengen schon wie ein Fjord wirkt aber keiner ist. Ein paar junge Delfine begleiteten uns ein Stueck auf der Fahrt durch die Malborough Sounds. Wir verfolgten die wunderschoene Landschaft vom obersten Deck aus. Im Hafen von Picton schien die Sonne und liess die kleine Bucht mit ihren Palmen und dem tuerkisblauen Wasser in einem besonderen Licht erstrahlen. In Picton verbrachten wir eine Nacht.

Am naechsten Tag fuhren wir ueber einen sehr kurvenreichen Pass, die Staedte Havelook und Nelson durchquerend, in den Abel Tasman Nationalpark. Der mit ca 23.000ha Groesse den kleinsten NP Neuseelands und unser eigenlich Hauptziel auf der Sued Insel darstellt. Der Park ist bekannt fuer seine 38km lange Kuestenlinie und den vorgelagerten Inseln, perfekt geeignet fuer lange Touren mit dem Kayak oder zu Fuss. Auch Kombinationen sind dank Wassertaxi moeglich. Bei unserer Ankunft vielen uns gleich die goldfarbenden Straende und das tuerkisfarbende Wasser auf. In der oertlichen i-site besorgten wir uns Informationen ueber das Wetter fuer die naechsten Tage und der Moeglichkeit ein Kayak zu leihen. Gleich sechs Anbieter tummelten sich in dem kleinen Ort. Fuer den kommenden Tag wurde super Wetter vorrausgesagt, klar, sonnig und kaum Wind. Ganz im Gegenteil zum heutigen Tag. Trotz des starken Windes machten wir uns noch zu fuss auf . Der Abel tasman Coastal Track ist haeufig ueberlaufen, aus gutem Grund. Es macht einfach Spass an den kleinen Buchten durch Wald und dichten Busch zu laufen und von den Huegeln in der Umgebung die Aussichten zu geniessen. Fuer den nachsten Tag hatten wir uns ein Kayak reserviert.

Einen ganzen Tag lang wollten wir paddeln. Zuvor gab es noch ein paar Sicherheitsunterweisungen. Als wir entlich ins Kayak aufs Meer konnten schien die Sonne und es gab so gut wie keinen Wellengang. Wir steuerten vom Ufer aus direkt auf die erste Insel zu, Fisherman Island. Kaum hatten wir sie zur Haelfte umrundet konnten wir in einer Bucht zwei Seehnude beim spielen im kuehlen nass beobachten. Um die Ecke gebogen lagen noch zwei von ihnen auf dicken Steinen in der waermenden Sonne. Sie liessen sich von uns nicht stoeren und so konnten wir ganz aus der Naehe ein paar schoene Fotos machen. Die naechste und auch greossere Insel , Adele island, ist vor allem bei Vogelliebhabern beliebt. Sie ist als Naturschutzreservat ausgeschrieben und dient als lebensraum fuer ein paar seltene Vogelarten. Wir legten dort auf einem kleinem Eckchen Sandstrand unsere Mittagspause ein. Anschliessend fuhren wir vorbei an ein paar Segelbooten wieder richtung Kueste. Unser Limit fuer heute war die Torrent Bay wo wir anlegten um auf einem schmalen Pfad auf einen Lookout zu galngen. Von dort hatte man einen Atemberaubenden Blick ueber die lange Kueste, die Inseln und Buchten der Tasman Bay.

Auf dem Weg Richtung Kaikoura durchquerten wir nochmal den Ort Havelook der fuer seine Muscheln bekannt ist und in unseren Reisefuehrern als „must do“ beschrieben wird. Wir hielten am „Mushel pott“ dem bekanntesten Lokal im Ort und bestellten einen Probierteller. Wir bekamen eine Platte mit Muscheln in verschiedensten Varianten. Die geraeucherten waren allerdings unsere Favouriten. Nach Blenheim folegten wir dem Highway immer an der Kueste entlang.

Kaikoura ist fuer Wale und Seehunde die das ganze Jahr uber  vor den Kuesten sind bekannt. Unzaehlige Touren koennen gemacht werden, Wale watching, schwimmen mit Robben oder Delfinen und mehr. Einige Kilometer vor der kleinen Hafenstadt sahen wir die Kolonien von Pelzrobben schon auf den Steinen am Ufer liegen. Sich in der Sonne ahlend und meist schlafend, kann man sie ganz aus der Neahe beobachten.Im Ort selber gibt es noch einen Walk der auch an zwei Stellen vorbeifuehrt wo sich die Seehunde meist aufhalten. Schon vom Parkplatz aus sah man sie ueberall liegen.Die Nacht verbrachten wir auf einem kleinem Campground direkt am Meer mit den Robben keine 50m von unserem Camper entfernt!

Christchurch, unvergessen des schwerden Erdbebens im Februar diesen Jahres, verbrachten wir einen Tag in der Stadt. Der Kern der Innenstadt ist voellig zerstoert und wegen den laufenden Aufbauarbeiten fuer Jedermann gesperrt. Trotzdem leasst sich bei Blicken uber die Absperrungen erahnen wie schwer es Stadt und Menschen getroffen hat. Wir besucheten den Botanischen Garten und das unversehrte Muesum. Fuer unsere letzten zwei Tage auf der Suedinsel entschlossen wir uns die Banks Peninsula, eine Halbinsel unterhalb von Christchurch anzufahren. Schon der Weg bis Akaroa hatte sich voll und ganz gelohnt. Immer wieder hatte man von der sich etliche Huegel hoch und runter schlaengelnden Strasse herrliche Ausblicke auf die einmalige Landschaft.Dort verbrachetn wir die verbeliebende Zeit mit kleinen Wanderungen in malerischen Buchten.

Dank eines sehr guenstigen Innlandsfluges sind wir nun wieder in Auckland. Nach spannenden Rugby Spielen am Abend im Publik Viewing Bereich, werden wir  morgen zum letzten Ziel unserer Reise, den Fiji Inseln fliegen.

Eine Antwort auf “10 Tage auf Neuseelands Suedinsel”

  1. Silvia
    29. September 2011 um 08:13 | #1

    Hallo ihr zwei, es ist immer wieder toll von euch zu hören. Die Bilder und Berichte sind echt unglaublich. Genießt die letzten Wochen in vollen Zügen, wir freuen uns schon wenn du bald wieder da bist.
    Lg Silvia und der Rest von St. 14

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